Bedeutung der Kräne
Die neuen STS-Kräne sind ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsvision für den Europa Terminal. Sie erhöhen die Betriebskapazität und werden eine Schlüsselrolle bei der schnellen und sicheren Abfertigung der größten Containerschiffe spielen.
Nach der Installation sind die Kräne 52 Meter hoch und haben eine Reichweite von 71,8 Metern. Damit können sie Schiffe mit einer Breite von bis zu 26 Schiffscontainern abfertigen. Eine maximale Hubkapazität von 112 Tonnen sorgt für eine schnellere und effizientere Schiffsabfertigung. Damit unterstützen sie das weitere Wachstum des Containerverkehrs im Hafen.
Die Kräne sind mit modernsten Sicherheits- und Betriebstechnologien ausgestattet, darunter fortschrittliche Anti-Schlingersysteme, Ferndiagnose, präzise Steuerungen und integrierte digitale Überwachung. Die Kabinen sind ergonomisch gestaltet. Zusätzliche VR-Schulungsumgebungen unterstützen die kontinuierliche Entwicklung von Fähigkeiten und verbessern gleichzeitig die Sicherheit und die betriebliche Leistung. Dank ihrer fortschrittlichen Technologie und ihrer Nachhaltigkeitsspezifikationen tragen die Kräne zu einer zukunftsorientierten Hafeninfrastruktur bei.
Erneuerung des Terminals und der Kaianlage
Artes Group, Boskalis, Herbosch-Kiere, PSA Antwerp und Port of Antwerp-Bruges bilden gemeinsam das Projektteam, das die Modernisierung des Europa Terminals durchführt. Es handelt sich um eine umfassende Umgestaltung des Terminals und der gesamten Kaimauer, die voraussichtlich zehn Jahre dauern wird.
Da der Terminal während der Bauarbeiten in Betrieb bleibt, wird das Projekt in drei großen Phasen durchgeführt.
Ansatz für die Umgestaltung
Mit der Ankunft der fünf neuen Kräne kann die erste Phase des Projekts einen großen Schritt nach vorne machen. In dieser Phase werden die ersten 500 Meter des Kais vertieft, damit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 16 Metern anlegen können. Dieser zusätzliche Tiefgang ist notwendig, um weiterhin die modernsten und größten Containerschiffe empfangen zu können.
Während die Arbeiten an der neuen Kaimauer in vollem Gange sind, werden Vorbereitungen für die ersten Maßnahmen am neu gestalteten Kaiabschnitt getroffen. Diese werden noch für dieses Jahr erwartet. Nach diesen ersten 500 Metern folgen zwei weitere Phasen: zunächst ein 250 Meter langes Teilstück und dann die letzten 450 Meter des Kais.
Neben den strukturellen Anpassungen trägt die Modernisierung des Terminals auch zum Wandel hin zu einem klimaneutralen Hafen bei. In der ersten Phase wird eine Landstromanlage installiert, die es angedockten Schiffen ermöglicht, ihre Motoren abzuschalten und auf Landstrom umzuschalten. Dies verringert die CO2-Emissionen und verbessert die Luftqualität in der Hafenumgebung.
Edward Tah, Managing Director von PSA Belgien: “Dieser Meilenstein spiegelt unser langfristiges Engagement für Antwerpen als strategisches Tor und unser Streben nach Spitzenleistungen bei der Stärkung von PSAs globalem Netzwerk von Hafenökosystemen wider. Das Projekt Emerald wird die Kapazität des Europa Terminal um 800 000 TEU pro Jahr erhöhen und die Effizienz, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit unserer Aktivitäten erheblich verbessern − zum Vorteil unserer Kunden.
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