Ankerpunkte
- Zweiter Autonomous Summit mit Vorführungen autonomer Technologien zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
- Evolution autonomer Technologien vom Demonstrationsstadium bis zum kommerziellen Einsatz.
- Port of Antwerp-Bruges als Innovationsplattform zur Beschleunigung der Entwicklung und Skalierung autonomer Mobilität.
Von der Pionierphase zur Skalierung
Während des Autonomous Summit 2025 war im Antwerpener Hafengebiet erstmals in Belgien ein vollständig autonomer schwerer Lastwagen auf öffentlichen Straßen unterwegs. Ein Jahr später knüpft Port of Antwerp-Bruges an diese Dynamik an. Die zweite Ausgabe zeigt, wie das Ökosystem rund um autonomes Fahren, autonome Schifffahrt, autonomes Fliegen und autonomen Bahntransport wächst und wo die Anwendungen weiter ausgebaut werden. So gibt es Vorführungen mit einem ferngesteuerten Zug von OTIV, einem ferngesteuerten Binnenschiff von Seafar und einem autonom fahrenden Lkw von Zelostech, DAF und Volvo. Zelostech demonstriert während der Veranstaltung ein vollständig autonomes Logistikfahrzeug, das in Belgien auf öffentlichen Straßen fahren darf. Das Fahrzeug verfügt über keinen Platz für einen Fahrer oder Safety Driver – eine Europapremiere. Es wird ein Jahr lang auf einer Strecke durch Stadt, Region und Hafen verkehren. Besucher können außerdem mit einem autonomen Shuttle von PIX Moving oder einem ferngesteuerten Aufprallschutzfahrzeug mitfahren oder die Full Self-Driving-Technologie von Tesla kennenlernen.
Der Autonomous Summit ist Teil der Port of the Future Week, die vom 15. bis einschließlich 17. September in Antwerpen und Rotterdam stattfindet. Drei Tage lang kommen Technologieunternehmen, Akteure aus dem Hafen- und Logistikbereich, politische Entscheidungsträger, Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammen, um an autonomen und nachhaltigen Technologien für Hafenumgebungen zu arbeiten. Port of Antwerp-Bruges schafft auf diese Weise ein Umfeld, in dem Innovationen getestet, umgesetzt und in größerem Maßstab eingeführt werden können. Damit möchte der Hafen die Umsetzung beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas stärken.
Erster kommerzieller Einsatz eines autonomen Lkw
Der Schritt von der Demonstration zur Anwendung nimmt in diesem Herbst konkrete Gestalt an. Gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Inceptio Technology und dem Logistikunternehmen Group-GTS startet Port of Antwerp-Bruges ein erstes kommerzielles Pilotprojekt mit einem autonomen Lkw im Antwerpener Hafengebiet. Ein Lastwagen, der mit autonomer Technologie von Inceptio ausgestattet ist, wird Tag und Nacht Schiffscontainer zwischen dem Depot von Group-GTS in Kallo am Linkeroever und verschiedenen Containerterminals am Rechteroever transportieren. Das Projekt soll aufzeigen, was erforderlich ist, um autonome Lkw dauerhaft in logistische Abläufe zu integrieren und in größerem Umfang einzusetzen. In einer nächsten Phase werden wir das Projekt in Richtung North Sea Port und Rotterdam ausweiten.
Der Hafen als Sprungbrett für autonome Mobilität
Mit ihrer hohen Verkehrsintensität, ihren festen Transportströmen und ihrem relativ kontrollierten Umfeld sind Häfen ideal, um autonome Technologien zu testen und zu skalieren. Autonome Anwendungen können die Logistik effizienter, sicherer und nachhaltiger gestalten. Sie bieten zudem Möglichkeiten für die Nachtlogistik und tragen dazu bei, den Fahrermangel auszugleichen.
Port of Antwerp-Bruges treibt diese Entwicklung durch die Zusammenführung von Partnern, die Unterstützung konkreter Anwendungen und die Mitwirkung an der Schaffung eines geeigneten Rechtsrahmens voran.
Jean-Luc Crucke, föderaler Minister für Mobilität, Klima und ökologischen Wandel: “Im vergangenen Jahr haben wir beim ersten Autonomous Summit gezeigt, was technologisch möglich ist. Heute schalten wir einen Gang höher – mit mehr Akteuren, mehr Anwendungen und vor allem mit dem Schritt hin zum kommerziellen Einsatz. Port of Antwerp-Bruges will ein Ort sein, an dem Innovation nicht nur stattfindet, sondern auch wachsen kann. Ein Ort, an dem neue Technologien getestet, validiert und zu wirtschaftlicher Aktivität weiterentwickelt werden. Dank der einzigartigen Kombination aus Hafen, Industrie, Logistik und Wissenseinrichtungen können sich Innovationen hier schneller zu konkreten Anwendungen, Investitionen und neuen Geschäftstätigkeiten entwickeln. Das ist für die weitere Entwicklung unseres Hafens von entscheidender Bedeutung. Neue Containerkapazitäten erfordern schließlich nicht nur zusätzliche Infrastruktur, sondern auch intelligentere Wege, um diese Infrastruktur optimal zu nutzen. Mit autonomen Technologien schaffen wir gleichzeitig eine effizientere Logistik und ein starkes internationales PortTech-Ökosystem.
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Annick De Ridder, flämische Ministerin für Mobilität, öffentliche Arbeiten, Häfen und Sport: “Flandern hat sich dafür entschieden, Innovationen im Bereich der Mobilität nicht zu bremsen, sondern sie auf sichere Weise zu ermöglichen. Deshalb arbeiten wir an klaren Regeln und Testumgebungen, in denen sich neue Technologien auf verantwortungsvolle Weise bewähren können. Im Zusammenhang mit dem Projekt Tesla Full Self-Driving stützen wir uns auf das Wissen und die Erfahrung des niederländischen RDW (Dienst Straßenverkehr). Auch auf dem Wasser machen wir Fortschritte: Anfang dieses Jahres haben wir den Testrahmen für die innovative Schifffahrt erweitert. Das ist wichtig für unsere Häfen, in denen sich neue Mobilitätslösungen sicher, zuverlässig und praxisnah entwickeln können.
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Johan Klaps, Hafenbeauftragter von Antwerpen und Vorsitzender von Port of Antwerp-Bruges: “Letztes Jahr haben wir beim ersten Autonomous Summit gezeigt, was technologisch möglich ist. Heute beschleunigen wir die Entwicklung – mit mehr Akteuren, mehr Anwendungsmöglichkeiten und dem Schritt hin zum kommerziellen Einsatz. Port of Antwerp-Bruges möchte autonome Technologien nicht nur testen, sondern auch einsetzen und skalieren. Das ist im Hinblick auf den künftigen Ausbau der Containerkapazitäten in Antwerpen wichtig. Zusätzliche Kapazitäten erfordern auch intelligente Lösungen, um sie effizient zu nutzen. Autonome Technologie kann dazu beitragen, Transportbewegungen besser zu organisieren, Spitzenauslastungen abzufangen und die bestehende Infrastruktur intensiver zu nutzen.
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